Freitag, 19.03.2010
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Wunderlich verlässt die Königsbacher Brauerei
Koblenz.
Im Rahmen des Verkaufs der Marken- und Vertriebsrechte und der damit zusammenhängenden Veränderungen bei der Königsbacher Brauerei hat Alfred Wunderlich, auf eigenen Wunsch, gemeinsam mit der Geschäftsführung des Karlsberg-Verbundes eine partnerschaftliche und einvernehmliche Aufhebung der Vorstands-/Geschäftsführertätigkeit vereinbart und legt seine Mandate zum 12. März 2010 nieder. Herr Wunderlich arbeitete als Diplom-Braumeister von 1982 bis 1993 bei der zum Karlsberg Verbund gehörenden Brauerei Becker GmbH. Von dort aus wechselte er 1993 als technischer Betriebsleiter und ab 1996 als Vorstand Technik zur Königsbacher Brauerei nach Koblenz und zeichnete für die Modernisierung der Technik verantwortlich. Sein Hauptaugenmerk lag darauf, dass in Koblenz - mit modernster Technik und hochwertigen Rohstoffen - Biere von höchster Qualität gebraut werden. Alfred Wunderlich hat wesentlich dazu beigetragen, das Unternehmen im Herzen von Koblenz zur Traditionsbrauerei zu formen. Die Geschäftsführung der Karlsberg und Königsbacher Brauerei dankt Herrn Wunderlich für seine geleistete Arbeit und wünscht ihm viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft.


Martin Müller neuer Regionaldirektor der IKK Südwest
Koblenz.
Die IKK Südwest hat einen neuen Regionaldirektor. Martin Müller, 54, betreut als Regionaldirektor West die Versicherten und Betriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz. Der gelernte Sozialversicherungsfachangestellte ist seit 1975 bei der IKK und hat alle Bereiche einer Krankenversicherung durchlaufen. Zuletzt war er seit 1995 Bezirksdirektor in Koblenz und kennt sich aus dieser Zeit mit den Gegebenheiten in der Region bestens aus.
Die IKK Südwest ist zum 1. Juli 2009 aus der Fusion der ehemaligen IKK Südwest-Direkt und IKK Südwest-Plus entstanden und hat sich im Zuge dieser Fusion jetzt eine neue Struktur gegeben. Sie ist geöffnet für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz sowie Saarland und zählt aktuell 440.000 Mitglieder und über 650.000 Versicherte. Zudem betreut sie mehr als 90.000 Betriebe in der Region. Sie gliedert sich in die Regionaldirektionen Nord, Ost, Süd und West. »Durch diese Neustrukturierung möchten wir eine noch größere Kundennähe und Servicebereitschaft vor Ort gewährleisten. In der Regionaldirektion West beraten wir mit einem Team von insgesamt 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Versicherten in unseren Geschäftsstellen von Bad Neuenahr-Ahrweiler über Koblenz bis nach Trier kompetent und kundennah und können auf ihre jeweiligen Bedürfnisse gezielt eingehen,« so Martin Müller. Die IKK Südwest zahlte ihren Mitgliedern als einzige Krankenkasse in Deutschland im Jahr 2009 eine Prämie in Höhe von 100 Euro zurück und wird aufgrund ihrer soliden Finanzsituation auch im Jahr 2010 garantiert keinen Zusatzbeitrag erheben. Daher rechnet die IKK mit einem weiterhin überdurchschnittlich starken Mitgliederwachstum.
Interessierte erreichen die IKK Südwest über die kostenfreie IKK Service-Hotline 0800/0 119 119 an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr.




MdL Hans-Josef Bracht nimmt Winterschäden im Kreis ins Visier
Bracht begrüßt ›Winterschäden-Sonderprogramm‹
Schäden im Rhein-Hunsrück-Kreis – ›Kleine Anfrage‹ an die Landesregierung
Simmern.
Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht aus Rheinböllen nimmt die Winterschäden an den Straßen im Rhein-Hunsrück-Kreis ins Visier. »Der schneereiche und kalte Winter hat leider sehr große Schäden an den Straßen im Kreis verursacht«, erklärte Bracht. »Auch im Rhein-Hunsrück-Kreis sind die Schäden offensichtlich überdurchschnittlich.« Daher richtet der CDU-Landtagsabgeordnete Bracht eine ›Kleine Anfrage‹ an die Landesregierung. In der Anfrage fragt Bracht die Landesregierung, in welcher Höhe Schäden an den Straßen im Rhein-Hunsrück-Kreis entstanden seien und welche Straßen besonders in Mitleidenschaft gezogen worden seien. »In den letzten Wochen wurde ich in vielen Gesprächen mit den Menschen im Rhein-Hunsrück-Kreis auf diese Schäden aufmerksam gemacht«, begründet Bracht seine Initiative. Denn insbesondere in ländlichen Regionen bedürfe es einer gut ausgebauten Infrastruktur mit guten Straßenverhältnissen. Daher begrüßt der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht auch die Ankündigung der Landesregierung, ein ›Winterschäden-Sonderprogramm‹ in Höhe von etwa 12 Millionen Euro speziell für die Beseitigung der Winterschäden auf Bundesfern-, Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz aufzulegen. »Dieses Sonderprogramm ist dringend notwendig«, so Bracht. Auch wenn hier viel Geld investiert werde, müsse die Landesregierung die Schäden beheben. »Wenn wir jetzt die meisten Schäden nicht beheben, wird es in der Zukunft zu weiteren Folgeschäden und weiteren höheren Kosten kommen«, argumentiert Bracht. Daher will der Christdemokrat Bracht auch von der Landesregierung wissen, bei welchen beschädigten Straßen im Rhein-Hunsrück-Kreis das ›Winterschäden-Sonderprogramm‹ greife, welche Schäden durch die normalen Mittel des Landesbetriebs Mobilität beseitigt werden können und an welchen Straßen es zu keiner Beseitigung der Schäden kommen könne. »Ich werde mich als Landtagsabgeordneter für den Rhein-Hunsrück-Kreis dafür einsetzen, dass es möglichst zu der Behebung der meisten Winterschäden an unseren Straßen kommt«, kündigt der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht seinen Einsatz an.


Restplätze für Schüleraustausch in die USA zu vergeben!
Kiel.
Die gemeinnützige Austauschorganisation KulturLife kann jetzt noch acht freie Plätze für ein High School-Jahr in den USA vermitteln (Schulbeginn: ab August 2010). The American Dream ist auch heute noch allgegenwärtig und die USA bleiben die beliebteste Destination deutscher Austauschschüler. Trotz vieler neuer Länder, die Jugendlichen für einen Austausch offenstehen, wie zum Beispiel China, Neuseeland oder Südafrika - die USA ziehen Austauschschüler aus aller Welt magisch an. Die Amerikaner verbindet ein starkes Gemeinschaftsgefühl, ähnlich ist es mit dem ›School Spirit‹ – so ist es selbstverständlich, das eigene Footballteam kräftig anzufeuern. Neben dem regulären Unterricht kann man in Amerika auch mehrere frei wählbare Pflichtfächer, wie z.B. Autoreparatur oder Journalismus belegen. »Jetzt, da mein Jahr hier zu Ende ist, möchte ich nichts lieber als hier zu bleiben. Aber natürlich freue ich mich auch, meine Familie und Freunde in Deutschland wieder zu sehen«, berichtet Rachel nach ihrem High School-Jahr in South Dakota und rät anderen Jugendlichen den Mut aufzubringen, sich für ein Auslandsjahr zu entscheiden. In diesem Programm wohnen die Jugendlichen bei Gastfamilien, die sie aktiv in ihr Leben einbinden. Auf diese Weise lernen sie neben der Sprache auch die Kultur des Landes besser kennen. Teilnehmen können Schüler und Schülerinnen zwischen 15 und 18 Jahren. Neben diesem Programm in den USA können auch noch begrenzte High School-Plätze in England, Spanien, Frankreich, Neuseeland und Kanada für den Sommer 2010 vermittelt werden. Mehr Informationen zu den Programmen und allen Voraussetzungen finden sich unter www.kultur-life.de oder telefonisch: 0431-888 14 10. KulturLife ist eine gemeinnützige Gesellschaft für Kulturaustausch mit fünfzehn Jahren Erfahrung, die Auslandsaufenthalte für Jugendliche von der Vorbereitung über den Flug und Aufenthalt selbst bis hin zur Nachbereitung komplett organisiert. Neben Auslandsschuljahren vermittelt KulturLife auch Sprachreisen, Familienaufenthalte (Schnupperprogramme), Auslandsjobs und –praktika sowie Sprachkurse, Demi-Pair und Volunteer Work.




Aktivierung und Übertragung von Zahlungsansprüchen für landwirtschaftliche Flächen
Simmern.
Für Betriebsinhaber, die über Zahlungsansprüche (ZA) verfügen, die sie verkaufen oder verpachten möchten oder die ZA zum Kauf oder zur Pacht suchen, hat die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis im Flur vor den Räumen der Landwirtschaftsbehörde eine Infotafel aufgebaut, an der Kaufgesuche oder Verkaufsangebote für ZA bereits aushängen bzw. noch ausgehängt werden können. Übertragungen, die für das Antragsjahr 2010 wirksam sein sollen, müssen spätestens bis zum 15. Mai 2010 vorgenommen werden bzw. es muss der Antrag auf Übertragung von ZA bis zu diesem Stichtag bei der Kreisverwaltung eingegangen sein. Entsprechende Vordrucke hält die Kreisverwaltung bereit oder können auf der Internetseite www.rheinhunsrueck.de unter dem Suchbegriff ›Zahlungsansprüche‹ abgerufen werden. Eine Verpachtung von ZA muss immer von der Kreisverwaltung vorgenommen werden; hierzu müssen das oben genannte Übertragungsformular und der dazugehörige Pachtvertrag vorgelegt werden. Es ist zu beachten, dass eine Verpachtung von Zahlungsansprüchen nur in Verbindung mit der Übertragung eigener Flächen erfolgen kann; in allen anderen Fällen ist nur ein Verkauf oder eine sonstige endgültige Übertragung möglich. Anträge auf Übertragungen von Zahlungsansprüchen können ab sofort bei der Kreisverwaltung eingereicht werden. Es ist sinnvoll, diese Anträge vor Beginn des Antragverfahrens Agrarförderung 2010 bei der Kreisverwaltung einzureichen, da für die Bearbeitung von Übertragungen jetzt mehr Zeit zur Verfügung steht. Bei Rückfragen stehen Gerlinde Berger (06761-82834) oder Karin Brinkmann (06761-82831) bei der Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück-Kreis gerne zur Verfügung.

Neues Landesjagdgesetz vorgestellt
Waldbesitzer erwarten Stärkung der Eigentümerrechte
Bad Kreuznach.
Die Katze ist aus dem Sack. Nachdem Ministerin Conrad Ende August den Referentenentwurf des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz zur Neufassung des Landesjagdgesetzes vorgestellt hat, liegt jetzt der durch den Ministerrat verabschiedete Regierungsentwurf vor. Wir müssen feststellen, dass gegenüber dem Erstentwurf die Eigentümerrechte geschwächt und die Rechte der Jäger gestärkt wurden – so der Vorsitzende des Waldbesitzerverbandes für Rheinland-Pfalz, Bürgermeister Hans-Günter Fischer. Falls nicht noch das Parlament Änderungen am Gesetzentwurf vornimmt, haben wir die Befürchtung, dass das Landesjagdgesetz sich zu einem Landesjägergesetz entwickelt, so Fischer in einer ersten Stellungnahme zum vorliegenden Regierungsenwurf. Fischer weiter, wir werden ein Jagdgesetz nur dann akzeptieren, wenn:
1. Die Neufassung des Jagdrechtes die Eigentümerrechte der privaten und kommunalen Waldbesitzer stärkt,
2. die Nutzbarkeit des Jagdrechtes in vollem Umfang erhalten bleibt und
3. die Vermeidung von Wildschäden Vorrang vor der Erstattung hat.
Hintergrund:
Der Waldbesitzerverband für Rheinland-Pfalz e.V. ist die forstliche Interessensvertretung der nichtstaatlichen Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz. Der Verband wurde 1949 auf Initiative erfahrener kommunaler Politiker und Privatwaldbesitzer gegründet. Neben rund 400 Städten und Gemeinden und dem größeren Privatwald haben sich in 22 Kreiswaldbauvereinen über 15.000 Kleinprivatwaldbesitzer dem Waldbesitzerverband angeschlossen. Für die privaten und kommunalen Waldbesitzer ist der Waldbesitzerverband Sprachrohr in der Öffentlichkeit, Interessensvertretung gegenüber politischen Entscheidungsträgern und Dienstleister. Er unterstützt seine Mitglieder mit vielfältigen Informationen, Beratungen und weiteren Angeboten. Ziel unserer Arbeit ist die Schaffung bzw. die Erhaltung günstiger Rahmenbedingungen für die Forstwirtschaft im Privat- und Körperschaftswald.
Weitere Informationen unter www.waldbesitzerverband-rlp.de.


Bürgerinitiativen enttäuscht über Bahn-Gipfel
Pro Rheintal fordert die Politik auf, ihre Versprechen für menschenverträglichen Bahnverkehr im Rheintal endlich einzulösen
Boppard.
Was den Bahnlärm im Oberen Mittelrheintal betrifft, komme die Politik über Lippenbekenntnisse offenbar nicht hinaus, kommentierte Frank Gross von Pro Rheintal das Gipfelgespräch zwischen Ministerpräsident Kurt Beck und Bahnchef Rüdiger Grube. Die noch vor Wochen getroffenen positiven Ansätze des zehn Punkte-Programms seien überhaupt nicht Thema des Bahngipfels gewesen, sondern man nutze dieses drohende Kostenszenario jetzt offenbar dazu, um andere Projekte auf den Weg zu bringen. Allem Anschein nach ließe man sich von der Bahn mit Zusagen über den Erhalt von Arbeitsplätzen und weiteren Bauprojekten die dringend notwendige Lärmsanierung am Oberen Mittelrhein ›abkaufen«. Wie schon unter Parteifreund Tiefensee betone man jetzt plötzlich wieder, wie viele Lärmschutzwände und -fenster bereits eingebaut seien und damit die Bahn quasi ihren Verpflichtungen nachgekommen sei. Dass diese Maßnahmen aus der Zeit vor der immensen Zunahme des Güterverkehrs stammten (nach dem Bau der ICE-Trasse Köln – Frankfurt) und inzwischen durch immer mehr, immer längere, schnellere und lautere Güterzüge völlig unwirksam und zum Teil sogar lärmverstärkend (durch Reflektionen der wenig absorbierenden Wände) geworden seien, davon spreche niemand. Auch davon nicht, dass im Güterkorridor durch den Rheintalgraben des Welterbes der Güterverkehrslärm und die Erschütterungen in der Nacht einen Level der ›fahrlässigen Tötung‹ erreicht hätten. Die Bürgerinitiativen würden hierfür den Nachweis erbringen und sich auch für eine Entschädigung der Anwohner stark machen, die nicht nur an Leib und Leben bedroht seien, sondern auch durch die Bahn enteignet würden. Dies alles würde zu enormen Schadensersatzansprüchen führen, die weit höher lägen als das, was ein effektiver Lärmschutz heute koste. Nachdem mit der Greiser-Studie und anderen wissenschaftlichen Untersuchungen der Nachweis erbracht sei, dass permanent einwirkender Bahnlärm in der Lautstärke wie am Mittelrhein todkrank mache, und über alle Medien dieser Nachweis öffentlich gemacht wurde, könnten sich die verantwortlichen Politiker und der Bahnvorstand nicht mehr darauf berufen, von nichts gewusst zu haben, sondern müssten hierfür die Verantwortung übernehmen. Gross forderte die Bundespolitiker, die Pro Rheintal vor der Wahl ihre Unterstützung zugesagt hätten, noch einmal auf, endlich ihre Versprechen einzulösen und dem neuen Bahnchef Druck zu machen, dass Lärmschutz im Rheintal oberste Priorität habe. Volker Kauder, Rainer Brüderle, Dirk Niebel sowie Abgeordnete aller Parteien hätten sich seinerzeit ebenso hinter die Forderungen von Pro Rheintal gestellt wie zuletzt die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz. Deshalb sei ein solcher „Kuhhandel“ zwischen Beck und Grube wie ein Schlag ins Gesicht der Demokratie. Dieses ›Regieren nach Gutsherrenart‹ müsse endlich ein Ende haben. Gross dazu: »Wir brauchen jetzt einen Ministerpräsidenten, der es der Bahn verbietet, mit uralten Güterwaggons (im Schnitt 40 Jahre) und über 100 dB (A) nachts lärmend durch das Rheintal zu poltern. Wir fordern für solche Fahrzeuge ein sofortiges Nachtfahrverbot. Die Bahn muss sich wie jedes andere Transportunternehmen an die Gesetze halten. Der Güterverkehr entspricht in keiner Weise mehr dem Stand der Technik und der Staat hält schützend seine Hand darüber, indem er sich seit 20 Jahren in einer verfassungsrechtlich bedenklichen gesetzgeberischen Abstinenz befindet.« Das Tal verliere immer mehr Menschen durch den Lärm, Häuser und Städte zerfielen und auch die Wirtschaft sei in einem erbärmlichen Zustand. Statt ›Welterbe der Menschheit‹ verkomme das Tal zum ›Güterverkehrskanal mit Intensivstationen für Herz- und Kreislauferkrankungen‹. Das würden die Bürger nicht mehr länger hinnehmen. Von Genua bis Rotterdam sei man sich einig, dass ›Verkehr gleich Wachstum‹ ein Spruch aus der Mottenkiste sei. Umweltverträglichkeit sei heute eine ›Überlebensvoraussetzung‹ und damit das Maß aller Dinge. Fazit des Pro-Rheintal-Sprechers: »Land, Kreise und Kommunen sind jetzt gemeinsam mit den Bürgern aufgefordert, sich nicht länger hinter der Bahn zu verstecken und selbst die Initiative in Sachen Bahnlärm zu ergreifen. Denn es geht um die Einhaltung eines menschenverträglichen Bahnverkehrs – nicht mehr, aber auch nicht weniger!«




Bürgerbeauftragter legt Jahresbericht 2009 vor
Mainz.
Der Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Ullrich Galle, hat dem Präsidenten des rheinland-pfälzischen Landtags Mitte März seinen Bericht für das Jahr 2009 vorgelegt. Danach haben sich 5.141 Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen schriftlich, telefonisch und per E-Mail sowie bei 31 Sprechtagen in allen Regionen des Landes und in seinem Büro in Mainz an den Bürgerbeauftragten gewandt. Unter den ›unzulässigen‹ Eingaben befinden sich wieder zahlreiche Legislativeingaben; insbesondere 755 Eingaben, die eine Änderung des Landeshundegesetzes zum Inhalt haben. Bei 78,1 % aller Anliegen konnte geholfen beziehungsweise weitergeholfen werden. Im Gegensatz zu den Vorjahren liegt das Sachgebiet Ordnungsverwaltung an der Spitze. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass zahlreiche Eingaben die Reaktivierung der Hunsrückbahn betreffen. Im Übrigen waren wie bereits in den Vorjahren die Bereiche Soziale Hilfen (insgesamt) und Strafvollzug Schwerpunkte. Wie in jedem Jahr geht der Bürgerbeauftragte in seinem Bericht auch auf besondere Themen ein; 2009 beispielsweise auf die Öffentliche Petition. Der Bürgerbeauftragte hat sich bereits in der Vergangenheit für eine Fortentwicklung des Petitionsrechts durch Einführung der Öffentlichen Petition in Rheinland-Pfalz ausgesprochen. Im Berichtszeitraum hat die Absicht, die Öffentliche Petition auch in Rheinland-Pfalz einzuführen, erfreulicherweise konkretere Formen angenommen. So hat die SPD-Landtagsfraktion in ihrer Erklärung vom 4. November 2009 die Bedeutung der Öffentlichen Petition für die Fortentwicklung des Petitionsrechts in Rheinland-Pfalz betont. Aber auch die Fraktionen der CDU und FDP stehen ihr offensichtlich grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Der Anteil der ausländerrechtlichen Eingaben hat zwar gegenüber dem Vorjahr zugenommen, liegt jedoch weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den Vorjahren. Dies ist offensichtlich auf die gesetzliche Altfallregelung zurückzuführen. Der Bürgerbeauftragte begrüßt daher ausdrücklich, dass die Innenministerkonferenz eine Verlängerung dieser Regelung beschlossen hat und verknüpft dies mit der Hoffnung, dass dem betreffenden Personenkreis ein unbefristetes Aufenthaltsrecht erteilt werden kann. Zudem begrüßt er die Verstetigung der Arbeit der Härtefallkommission.Bei den Eingaben von Strafgefangenen ist erneut eine Zunahme zu verzeichnen, wobei in diesem Jahr die meisten Eingaben aus der JVA Koblenz kommen. Diese sowie mit einigem Abstand dahinter die JVA Rohrbach und die JVA Diez bleiben die ›Sorgenkinder‹ des Strafvollzugs in Rheinland-Pfalz. Der Bürgerbeauftragte hat zudem einen Sprechtag in der JVA Koblenz durchgeführt. Er sucht für die ihm dort dargelegten Probleme nach Lösungen. Auch konnte auf Anregung des Bürgerbeauftragten im Zusammenwirken mit dem Ministerium der Justiz eine Videokonferenzanlage installiert werden, die, soweit nötig, unmittelbare und schnelle Kontakte mit den Gefangenen ermöglicht. Das Arbeitslosengeld II und die Arbeitsgemeinschaften stehen weiter in der Kritik. So hat die Zahl der Eingaben, bei denen es um entsprechende Leistungen geht, erneut zugenommen, wobei Spitzenreiter wiederum Mainz ist. Die Schwerpunkte sind nach wie vor: die Unübersichtlichkeit der Bescheide, die verwendeten Formulierungen und die Erreichbarkeit der Bediensteten. Die Neuregelung im Bereich Wohngeld im Zusammenhang mit dem Bezug von Arbeitslosengeld II allerdings ist ein ›Paradebeispiel für mehr Bürokratie‹. Zum Thema Grad der Behinderung (GdB) haben offensichtlich viele Betroffene Informationsdefizite, was die zuständigen Stellen zum Anlass für entsprechendes Handeln nehmen sollten. Zur Schülerbeförderung gibt es zahlreiche Klagen unterschiedlichster Art. Hier sieht Galle im Interesse der Kinder und Eltern Handlungsbedarf, zumal der Einsatz von Privaten, insbesondere im ländlichen Raum, nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Überdacht werden sollte auch die Einstellungspraxis von Lehrkräften, wenn der 1. Schultag nicht auf den 1. eines Monats fällt und mehr als ein arbeitsfreier Tag zu bezahlen wäre. Für Bürgerinnen und Bürger besteht jederzeit die Möglichkeit, sich schriftlich, telefonisch, per Fax oder auch per E-Mail an das Büro des Bürgerbeauftragten, Kaiserstr. 32, 55116 Mainz, Tel.: 0 61 31 / 2 89 99-0, Fax: 0 61 31/2 89 99-89, E-Mail: poststelle@derbuergerbeauftragte.rlp.de, zu wenden. Die aktuellen Termine von Sprechtagen des Bürgerbeauftragten werden jeweils in der örtlichen Presse und den amtlichen

Gut betreut verreisen?
Planen Sie eine Busreise mit dem Roten Kreuz
Eröffnungsfahrt ins Blaue vom 26. bis 30. April
Tagesfahrt Brohltal-Eifel-Ahrtal am 29. Mai
Kevelaer am Niederrhein vom 15. bis 22. Juni
Büchlberg im Bayerischen Wald vom 17. bis 24. August
Kururlaub in Bad Soden-Salmünster vom 01. bis 15. Oktober
Informationen erhalten Sie bei der Sozialstation
Deutsches Rotes Kreuz in Simmern, Tel.: 06761 / 90 50 90

DRK-Kindererholungsmaßnahme/Freizeit
Simmern.
Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Rhein-Hunsrück, veranstaltet eine Kindererholungsmaßnahme/Freizeit in der Zeit vom 11.07. – 25.07.2010 in Hassberg an der Ostsee. Es können Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren teilnehmen. Bei Interesse, bitte melden beim: Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Rhein-Hunsrück, Holzbacher Str. 1, 55469 Simmern | Tel. 0 6761-95 95–0


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