Leserbrief

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Leserbrief zu: SPD – Unterrichtsausfall ist im Kreis kein Problem SPD- Angst vor Realität
Ausgabe KW 30/10
»Unterrichtsausfall ist im Kreis kein Problem«,
erklärt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Michael Maurer, nachdem die Schulpolitik der Landesregierung von der Jungen Union und von Hans-Josef Bracht, MdL, durch verschiedene Aktionen kritisiert wurde. Diese warfen der Landesregierung vor, nichts gegen den massiven Unterrichtsausfall zu unternehmen, sondern ihn viel mehr hinter Stillarbeit und anderen Maßnahmen zu vertuschen. Als Schülerin der Oberstufe kenne ich aus eigener Erfahrung die Auswirkungen von ›Unterrichtsausfall‹ und ›Sb‹ (Selbstbeschäftigung) zur Genüge, auch wenn mir die Folgen womöglich noch nicht ganz klar sind. Aber eines ist gewiss: Durch den enormen Ausfall an Unterrichtsstunden werden vielen Schülern Chancen für die Zukunft verbaut. So fiel in meiner Stufe der Französischunterricht in der Klassenstufe zehn für ein halbes Jahr aus. Keinen wundert es, dass bei solchen Voraussetzungen in der Oberstufe kein Leistungskurs zustande kommt und auch der Grundkurs aus weniger als 20 Schülern besteht. Wenn dann ein Politiker kommt und Deutschland als Bildungsnation preist, bleibt den Betroffenen leider nur ein müdes Lächeln übrig. Und auch der Chemieunterricht in der Mittelstufe war so lückenhaft, dass sich aus meiner Klasse aufgrund der Leistungsrückstände nur noch vier Schüler getraut haben das Fach in der Oberstufe zu behalten. Für manche, die vielleicht später den Wunsch und die Fähigkeit haben Medizin oder ähnliches zu studieren, wird das wohl ein großes Ärgernis sein. In der Oberstufe hat sich die Situation auch nicht merklich verbessert. Man nimmt den Ausfall der Unterrichtsstunden zunächst nicht als solchen wahr, was daran liegt, dass zum Beispiel das Leistungsfach Deutsch von vornherein um eine Stunde gekürzt ist. Das mag für den Moment ganz erfreulich sein, denn welcher Schüler hat freiwillig gerne mehr Unterricht, aber im Nachhinein ist es schade, denn für kreative Arbeit bleibt so keine Zeit. Dass ›Sb‹ anstelle von ›frei‹ am Vertretungsplan erscheint, um in der Statistik nicht als ausgefallene Stunde zu gelten, weiß mittlerweile auch schon jeder Fünftklässler und in den oberen Stufen wird von den Schülern schon gar keine Unterscheidung mehr zwischen ›frei‹ und ›Sb‹ gemacht. Für die Lehrer ist es auch unmöglich zwei Klassen zur selben Zeit zu betreuen, denn ist die eine Klasse ruhig bricht im anderen Klassenraum der Tumult aus. Der Unterrichtsausfall ist also traurige Realität und kein Hirngespinst. Darüber, sehr geehrter Herr Maurer, können auch die von Ihnen angeführten Statistiken nicht hinwegtäuschen. Sie können fast jeden Schüler fragen und er wird ihnen erzählen können, wann bei ihm das letzte Mal ein Lehrer für längere Zeit krank war und kein Ersatz gefunden wurde, die Selbstbeschäftigungsstunde mit den Arbeitsaufträgen in der Eisdiele verbracht wurde oder das Fach einfach gar nicht unterrichtet wurde. Es wäre somit wünschenswert, wenn der Unterrichtsausfall von Ihnen nicht als ›unnützes Theater‹ abgetan würde, sondern dass das Problem in Angriff genommen wird, damit die kommenden Generationen optimale Zukunftschancen erhalten.
Catharina Lahme | Boppard

Offener Brief an Herrn Peter Gras, SPD-Fraktion Bad Salzig
Ausgabe KW 23/10
Möglicherweise ist es Ihnen, sehr geehrter Herr Peter Gras, noch nicht so richtig geläufig, aber es stimmt: Die Bürger für Boppard sind längst in Bad Salzig angekommen. Mit dem Bad Salziger Urgestein Jörg Puth haben wir ein sehr gutes, umsichtiges und ideenreiches Mitglied im Ortsbeirat von Bad Salzig etabliert und die gesamte, die ganze Stadt Boppard vertretende Mannschaft von ›Bürger für Boppard‹ unterstützt Jörg Puth in allen seinen Aufgaben in Bad Salzig. Bürger für Boppard reden aber nicht nur, sie handeln auch. So wurde das Thema ›Gefahr für Kinder durch fehlende Zäune am Auweg‹ beherzt angefasst und zusammen mit dem Bürgermeister der Stadt, Herrn Dr. Walter Bersch, schnell gelöst. Noch im Juni wird die Bahn den Zaun wieder herstellen. Die Gefahr ist dann für die Bürger in Bad Salzig beseitigt.
Ebenso beherzt wurde das Thema ›Schandfleck in Bad Salzig‹ angefasst. Auch hier stand die von der baufälligen Bahnwärterbude ausgehende Gefahr für die öffentliche Sicherheit im Vordergrund. Nach den an Bürger für Boppard herangetragenen Informationen halten sich häufig Menschen in dem Häuschen auf. Außerdem ist die Bahnbude so baufällig, dass ein Herunterfallen von Bauteilen auch in den öffentlichen Bereich nicht auszuschließen ist. Deshalb haben wir das Thema sofort an den Bürgermeister herangetragen und um Verhandlungen mit der Bahn zur Abwehr dieser Gefahren gebeten. Vom Ergebnis werden wir in Kürze berichten. Sicher ist aber, ›es tut sich was‹. Auf beide Gefahrenstellen haben unsere eigenen Bad Salziger BfB-Mitglieder, von denen es mehr gibt als Sie, sehr geehrter Herr Gras glauben mögen, hingewiesen. Die Bürger für Boppard sind also längst angekommen in Bad Salzig und sie werden sich auch weiter mit frischen Gedanken und mutigen Schritten zum Wohl für die Bürger in Bad Salzig in die Belange des Ortsbezirkes einmischen.
Dr. Jürgen Mohr
1. Vorsitzender
Bürger für Boppard

Leserbrief zu ›Ein Schandfleck in Bad Salzig‹
Ausgabe KW 22/10
Die Diskussion um den Schrankenwärterposten 116 in Bad Salzig gleicht einem politischen Laienschauspiel. Die SPD in Bad Salzig hat dieses Thema in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgegriffen, zuletzt im August 2008 wie damals in der lokalen Presse zu lesen war. Dieser Pressenachricht folgte dann im September eine Beschlussvorlage der damaligen SPD-Fraktion im Ortsbeirat Bad Salzig. Bei der Ortsbeiratsitzung im November 2008 wurde das Thema dann unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beraten. Ergebnis dieser Sitzung war, dass der Schrankenposten in dieser Form zurück gebaut werden soll und die Schrankenbäume durch sogenannte ›Heckentore‹ ersetzt werden sollen welche auch weiterhin die Möglichkeit bieten in einem Brand- oder Katastrophenfall den Gleisbereich an dieser Stelle zu überqueren. Dieser Beschluss wurde der Deutschen Bahn mitgeteilt. Nach Auskunft der zuständigen DB Netz AG läuft z. Zt. ein Prüfungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt für den Rückbau der Anlage. Ein Ergebnis dieser Prüfung wird im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2010 erwartet. Es ist zwar schön, wenn sich „Bürger von Auswärts“ für die Struktur unseres Ortes interessieren, allerdings drängt sich hier der Gedanken auf, dass es den Bad Salzigern an Ideen fehlt etwas aus ihrer Heimatgemeinde zu machen. Seit der letzten Kommunalwahl sind im Ortsbeirat sehr viele junge Mandatsträger vertreten, die die Entwicklung von Bad Salzig fest im Blick haben. Man sollte Bad Salzig also beruhigt den Bad Salzigern überlassen.
Peter Gras
Sprecher der SPD-Fraktion im Ortsbeirat und
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins in Bad Salzig

Ein Schandfleck in Bad Salzig
Ausgabe KW 22/10
Ein Schandfleck ist das Bahnwärterhäuschen nicht und verschandelt auch das Ortsbild von Bad Salzig nicht. Da gibt es ein weitaus größeres Gebäude, das den vorbei fahrenden Reisenden (Schiff, B9) nicht gerade einen Freudenausruf entlockt. Auch als Fußgänger geht der Blick nach oben, ob die restlichen Fensterscheiben noch halten. Das Rhein-Hotel ist der Schandfleck von Bad Salzig. Es könnte sich eine Interessen-Gemeinschaft gründen und es wäre bestimmt kein großer und finanzieller Aufwand nötig das kleine Häuschen wieder als Blickfang herzurichten. Allerorts verschwinden die Kleinode, hoffentlich nicht in Bad Salzig.
Gisela Gras
Bad Salzig

Leserbrief zu ›Ein Schandfleck in Bad Salzig‹
Ausgabe KW 22/10
Zunächst einmal ›Danke‹, dass ›Bürger für Boppard‹ sich mit dem Thema Bahnwärterhaus Posten 116 befassen, nachdem seit vielen Jahren seitens Bad Salziger Politik- oder Vereinsseite nichts geschehen ist. Hinsichtlich des Bahnwärterhäuschens Posten 116 informierte der Ortsvorsteher von Bad Salzig die Mitbürger(innen) von Bad Salzig in ›Rund um Boppard‹ am 14. September 2001 u.a. wie folgt: ›Eingehend befasste sich der Ortsbeirat in seiner Sitzung am 08. August 2001 mit der Problematik. Mit 10 Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme fasste der Ortsbeirat nach eingehender Beratung folgenden Beschluss: Der Ortsbeirat besteht darauf, dass die Deutsche Bahn nach wie vor ihrer Verpflichtung nachkommt und den Bahnübergang bei km 115,43 (Posten 116) in der Zehnthofstraße bei Katastrophen (u.a. Hochwasser) offen hält.‹ Abschließend schreibt der Ortsvorsteher: »Es erscheint ebenfalls dringend notwendig, das Bahnwärterhäuschen in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen.« In ›Rund um Boppard‹ vom 21. Mai 2010 heißt es seitens der ›Bürger für Boppard‹: Zur Ruine verkommen steht mitten in Bad Salzig noch immer das ehemalige Bahnwärterhäuschen mit Schranke. Ein für den Kurort Bad Salzig absolut unwürdiger Anblick. Wie wahr! Schon vor vielen Jahren habe ich mich für die Beseitigung des Schandflecks eingesetzt und auch unseren Bürgermeister Dr. Walter Bersch eingeschaltet. Er antwortete u.a.: „…zum Ausdruck bringen, dass der Ortsbeirat Bad Salzig an einer Einrichtung festhält, die zwar theoretisch Möglichkeiten eröffnet, praktisch jedoch nicht genutzt werden kann. Der Bahnübergang ist seit mehr als 10 Jahren nicht mehr geöffnet worden, auch nicht bei dem Jahrhundert-Hochwasser 1993. Die Bahn hat ihrerseits ihre Bereitschaft erklärt, bei einem Verzicht eine entsprechende Ablösesumme zu zahlen, die m. E. sinnvoller weise in den konkreten Hochwasserschutz in Bad Salzig investiert werden soll.
Herrn Dr. Jürgen Mohr und „Bürger für Boppard“ wünsche ich in ihren Be-mühungen ›Weg mit dem Schandfleck‹ viel Erfolg.
Oswin Hohenbild
Bad Salzig

Museum schließt für mehrere Jahre

Ausgabe 42/09
Bewusste Falschinformation?
Mit großer Verwunderung habe ich diesen Artikel gelesen und frage mich wer solche falsche Informationen an die Presse gibt. Die Aussage: „die Kurfürstliche Burg wird mit einem Kostenvolumen von 9 Millionen Euro finanziert aus dem 150 Millionen Welterbeprogramm des Bundes, vollständig restauriert“ ist absolut falsch!! Was dem Stadtrat und den Ausschüssen bisher vorgelegt wurde ist ein Zuschuss vom Bund in Höhe von 2,9 Millionen Euro und 2,9 Millionen Euro vom Land. Aber auch die Stadt und damit die Bürger dieser Stadt müssen das fehlende Drittel aufwenden obwohl die Kassen bekanntermaßen mehr als leer sind. Gleichzeitig sollte man auch so ehrlich sein und sagen, dass die ursprünglichen Kosten noch wesentlich größer veranschlagt waren. Entweder baut man jetzt nicht fertig oder die Stadt muss später nochmals in die leeren Taschen greifen um das Werk zu vollenden. Ich jedenfalls finde es unredlich dem Bürger solche falschen Zahlen zu nennen um den Eindruck zu machen, „es kostet uns ja nichts“.
Wolfgang Spitz
Vorsitzender CDU Stadtverband Boppard
Mitglied des Stadtrates

Museum Boppard schließt für mehrere Jahre

Ausgabe 42/09
Wer die Ausstellungen zu Michael Thonet, Philipp Franz von Siebold, Engelbert Humperdinck, Rudolf Stang, Hans Jöres und zur Stadtgeschichte im Museum der Stadt Boppard noch sehen möchte, muss sich beeilen, denn das Museum schließt am 1. November für voraussichtlich 4 Jahre seine Türen. Die Kurfürstliche Burg wird mit einem Kostenvolumen von 9 Millionen Euro, finanziert aus den 150 Millionen Welterbeprogramm des Bundes, vollständig restauriert. Hierzu ist die vollständige Räumung der Burg erforderlich. Die Exponate werden sicher eingelagert. Eine geeignete alternative Ausstellungsmöglichkeit konnte nicht gefunden werden. Jeder der also jetzt noch bei freiem Eintritt die Sammlungen des Museums besuchen möchte, ist herzlich eingeladen. Infos unter www.museum-boppard.de



„Ruhebänke werden später aufgestellt“

Ausgabe 33/09
In den letzten Jahren wurden diverse Veranstaltungen in Bad Salzig terminiert, um unseren Kurort für Gäste bzw. Besucher attraktiv erscheinen zu lassen. Anfang dieses Jahres gab es Hinweise bzw. ein Gerücht (?), dass die Ruhebänke an der Rheinfront nicht mehr aufgestellt werden. Bürgermeister Dr. Walter Bersch gab in der Presse am 24. April 2009 bekannt, dass die Ruhebänke „etwas später aufgestellt werden“, Grund sei die Sanierung des Rad- und Gehweges. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „In der vorletzten Maiwoche werden die
Bauarbeiten fertiggestellt sein, so dass noch vor Juni 2009 die Ruhebänke in Bad Salzig wie gewohnt zum Verweilen einladen werden.“ Unser Ortsvorsteher Wolfgang Spitz hat sich nach einer Vielzahl von Anfragen Bad Salziger Bürger eingeschaltet und bei einer Nachfrage bei der Stadtverwaltung Boppard in Erfahrung gebracht, dass Mitte Juni 2009 eine Firma beauftragt wurde, den „sogenannten Sicherheitsstrich“ anzubringen, hiernach könnten die Ruhebänke aufgestellt werden. Wir haben jetzt Anfang August, keine Ruhebänke an der Rheinfront in Bad Salzig, die wenigen Gäste bzw. Besucher verweilen – wenn überhaupt – auf der Rheinmauer, traurig aber wahr !
Oswin Hohenbild
Bad Salzig

Staatshilfe für den Autohersteller Opel

Die nun vereinbarte Staatshilfe für den von Insolvenz bedrohten Autohersteller Opel ist ein Schlag ins Gesicht des Mittelstands“. Es kann nicht sein, dass die Politik aus Wahlkampfgründen nur in spektakulären Einzelfällen einseitig großen Unternehmen hilft, aber mittlere und kleine Firmen sterben lässt.“ Bei den geplanten Staatshilfen für Großunternehmen werden die Probleme mittelständischer und kleinerer Unternehmen völlig übersehen. In Deutschland muss etwa alle 15 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden. Davon betroffen sind vor allem die mittelständischen Unternehmen, die mit 99,7 Prozent aller Unternehmen den Motor und das Rückgrat unseres Wirtschaftssystems bilden. Als Sprecher der im Bauwesen tätigen Mittelständler möchte ich hervorheben, dass laut dem Institut für Mittelstandsforschung in diesen mittelständischen Firmen 66 Prozent aller Arbeitnehmer beschäftigt werden. Deren finanzielle Nöte werden jedoch nicht gesehen – mehr noch, auch die damit verbundene hohe Gefahr der Arbeitslosigkeit für die Mitarbeiter dieser Unternehmen wird nicht berücksichtigt. Während es gerade Großkonzerne mit deren Finanzgebaren sind, die für die augenblickliche Wirtschaftskrise verantwortlich zeichnen, werden nun genau diesen Firmen Steuergelder zur Rettung bereitgestellt. Das führt zu einer verfehlten Wirtschaftspolitik. Die geplanten Finanzspritzen verschaffen den Großunternehmen Wettbewerbsvorteile, mit denen mittelständische Unternehmen nicht mehr konkurrieren können. Ein negatives Beispiel aus der Vergangenheit ist die Pleite des Baukonzernes Philip Holzmann AG, der mit milliardenschweren Zuschüssen gerettet werden sollte und dennoch später Insolvenz anmelden musste. Trotz des Einsatzes von Steuer-Millionen konnten die Arbeitsplätze nicht gerettet werden. Die einseitige Subvention von Großunternehmen kann nicht der richtige Weg sein. Steuergelder müssen so angelegt werden, dass die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden und davon alle am Wirtschaftsprozess beteiligten Unternehmen profitieren können.
Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, München

„SPD-Ortsverein Hirzenach setzt auf Rainer Volk“

Ausgabe 22/09
Der Schreiber dieses Textes hat offensichtlich keine Kenntnisse darüber, welche Themen der Ortsbeirat Hirzenach beraten hat und welche Empfehlungen gefasst wurden. Wird doch der Eindruck erweckt, als sei die Ausgestaltung des Kinderspielplatzes, des Grundstückes neben dem Gasthaus Hirsch und die Entbuschungsmaßnahmen nicht vom Ortsvorsteher und vom bisherigen Ortsbeirat aktiv angegangen worden. Dies ist so nicht zutreffend, wie aus nachfolgenden Ortsbeiratsbeschlüssen ersichtlich:
Sitzung vom 03.01.2003: Der Ortsbeirat empfiehlt folgen Flächen zu entbuschen
- Bereich entlang der K 126 (Hirzenach-Bad-Salzig)
- Kernbereich des Propsteiberges
Seit Anfang 2000: Jährlich bei den Vorschlägen zum Haushaltsplan des kommenden Jahres - Kosten für die Fertigstellung des Kinderspielplatzes basierend auf der Planung zur Neugestaltung des Kinderspielplatzes Ende der 90iger Jahre, die nie vollständig umgesetzt wurde
Sitzung vom 30.10.2006: Der Ortsbeirat empfiehlt Planungskosten für die Umgestaltung des Grundstückes Rheinstr. 18 (neben Hotel Hirsch) einzustellen
Leider wurden die vom Ortsbeirat empfohlenen Maßnahmen von der Verwaltung oft nur schleppend oder gar nicht umgesetzt. Der Ortsvorsteher hat, gemeinsam mit dem ganzen Ortsbeirat, wichtige Maßnahmen für Hirzenach angestoßen und sich nicht nur um den Propsteigarten gekümmert. Es ist legitim in Wahlkampfzeiten für die eigenen Kandidaten zu werben. Man sollte dabei jedoch bei der Wahrheit bleiben und nicht die Leistungen anderer herabwürdigen.
Mitglieder des Ortsbeirates Hirzenach
Anneliese Stein, Achim Wolf ,Jürgen Schuster, Hildegard Frohs

Fahrlässigkeit - oder Vergesslichkeit

Ausgabe 04/09
Seit einigen Monaten ist auf der Strecke von St. Goar in Richtung Oberwesel Höhe Kammereck-Tunnel die Fahrbahn leicht aufgefräßt. Die Fahrbahn ist begrenzt von einem 20 cm hohen Bordstein, es folgt ein ca. 30-50 cm breiter Grünstreifen, danach der Berg. Es sind keine gelben Fahrbahnbegrenzungsstreifen, keine Mittellinie, keine Straßenbegrenzungspfosten, keine Katzenaugen am Berg angebracht nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h und ein Schild „Markierung fehlt“ aufgestellt. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie fahren bei Dunkelheit, starker Regen und es kommen Ihnen 2 - 3 LKW entgegen. Man sieht auch bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h absolut nichts. Überall wo eine Gefahrenstelle ist (B9 Richtung Bad Salzig - Boppard) sind wenigstens gelbe Streifen auf die Fahrbahn geklebt. Selbst am Füßgängerübergang in Hirzenach sind an der Verkehrsinsel (B9 Bad Salzig in Richtung St. Goar) kleine Katzenaugen auf der Fahrbahn. Jede Baustelle muss ausreichend abgesichert werden. Wie kann es sein, dass sämtliche Orientierungsmerkmale für eine Fahrbahn entfernt werden und dies für so eine lange Zeit? Selbst ein Hinweis auf diesen Missstand bei der Polizeidienststelle Boppard blieb ohne Erfolg. Wann wird sich dort etwas ändern?
Ute Reinelt

Gesamtverantwortung sollte gerade jetzt ausgeübt werden

Über den Leserbrief des Bopparder Ortsvorstehers Martin Strömann habe ich mich doch sehr gewundert. Zum einen habe ich als Ortsvorsteher wie auch in den vergangenen Jahren eine Neujahrsrede gehalten die sicher nicht von Parteipolitik geprägt war. Warum er dann Parteipolitik hereininterpretiert, wird wohl mit der anstehenden Kommunalwahl zusammenhängen, bei denen anscheinend bei ihm aufgrund der letzten Wahlergebnisse die Nerven blank liegen. Ich jedenfalls versuche als Ortsvorsteher die Interessen meines Ortsbezirks unabhängig von der Partei wahrzunehmen, dies gebietet mir auch mein letztes Wahlergebnis, bei dem ich sicher nicht nur Stimmen aus meiner Partei bekommen habe. Gleichzeitig müssen nicht nur die Ortsvorsteher sondern auch die Stadträte einen Spagat machen. Wir sind alle Bürger der Stadt Boppard und wohnen gleichzeitig in einem Ortsbezirk den wir Heimat nennen. Die CDU war im übrigen nicht gegen eine Stadthalle, da wir einvernehmlich der Meinung waren, das auch der größte Ortsbezirk einen Versammlungsraum benötigt. Wir waren nur gegen den Bau einer Kongresshalle die uns noch teurer gekommen und aufgrund der Parksituation auch nicht angenommen worden wäre. Ich nehme für mich in Anspruch im Gegensatz zu Herrn Strömann nicht bei allen Millionenprojekten meine Hand gehoben zu haben, was mich bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage auch bestätigt. Als Bad Salziger werde ich nie begreifen warum wir in Buchenau einen Brunnen bohren mit ungewissem Erfolg und die bestehenden Quellen in Bad Salzig vernachlässigen sollen. Ich kann nur davor warnen mit Millionenausgaben zu prahlen wärend wir nicht wissen wie die Einnahmeseite der Stadt in den nächsten Jahren aussieht. Die Zeche bezahlen am Ende nicht ein Stadtratsmitglied, ein Ortsvorsteher oder ein Parteimitglied, sondern die Bürger unserer Stadt. Wir sollten gerade jetzt schauen ob wir uns mit Millionen verschulden dürfen, solange wir nicht wissen wie die Einnahmeseite aussieht. So denkt jeder Bauherr und auch jeder Unternehmer und Menschen die über anderer Leute Geld entscheiden, sollten erst recht so denken.
Wolfgang Spitz
Ortsvorsteher Bad Salzig
Vorsitzender CDU Stadtverband Boppard
1. stellv. Vorsitzender
CDU-Stadtratsfraktion

Zum Leserbrief „Trittbrettfahrerei lächerlich“

von Herrn Michael Römer
im Zusammenhang mit der aktuell noch durchgeführten Umfrage der CDU-Fraktion
aus dem Ortsbeirat Buchholz zur DSL-Verfügbarkeit und zur gewünschten DSLNutzung
in Boppard-Buchholz
In dem von Herrn Römer verfassten Leserbrief werden offensichtlich ein paar Fakten, die auch Herrn Römer - als Vorsitzendem des SPD – Ortsvereins Buchholz-Udenhausen - bekannt sein sollten, bewusst falsch dargestellt.
Fakt ist:
1. Der Ortsbeirat-Buchholz fasste am 17.09.2008 einen einstimmigen Beschluss (an dem u. a. auch Herr Römer als Mitglied des Ortsbeirates Buchholz beteiligt gewesen ist), dass zur Verbesserung der breitbandgebundenen DSL-Versorgung in Buchholz ggf. auch die Stadt
Boppard Haushaltsmittel zur Verfügung stellen soll (- ggf. auch unter Berücksichtigung der zurzeit zur Verfügung stehenden Förderprogramme von Bund und Land, sofern die erforderlichen Investitions-Kosten für den weiteren Ausbau der DSL-Versorgung im Ortsbezirk Buchholz nicht allein von der Deutschen Telekom getragen werden).
2. Am 18.09.2008 führte Herr Bürgermeiser Dr. Bersch erstmalig, und dies so nebenbei bemerkt auch erstmalig für alle Mitglieder des Stadtrates, anlässlich der Bürgerversammlung in Buchholz aus, dass im Rahmen der Bauarbeiten zum Bau des Kreises auf der B 327 die Telekom sich nunmehr auch dazu bereit erklärt habe, bis an die Ortsrandgrenze von
Buchholz eine Glasfaserleitung zu verlegen. In einem weiteren Bauabschnitt werde nachfolgend auch der Anschluss des neuen Gewerbegebietes „Hinter dem Hohenroth“ und später auch der Anschluss des Neubaugebietes „Casinostraße/Herrenstücke“ von der Telekom
durchgeführt werden. Damit könne Buchholz nun endgültig und vollständig mit DSL versorgt werden.
3. Ausgelöst durch die zuvor mit der Verwaltungsspitze der Stadt kontrovers geführte Diskussion über den Wert und den Nutzen einer zukunftsträchtigen und damit breitbandgebundenen DSL-Verfügbarkeit in allen Ortsbezirken von Boppard (u. a. im Zusammenhang mit den mehrmals von mir in verschiedenen Ausschüssen der Stadt Boppard
vorgebrachten Anregungen im Hinblick auf die mindestens seit Frühjahr 2008 bestehenden DSL-Förderprogramme von Bund und Land – und ergänzend auch dem geplanten Bau einer Sendeanlage in der Gemarkung Oppenhausen - zum weiteren Ausbau der von der Verwaltung bisher unterstützten „WiMax-Technologie“ im Niederkirchspiel) und der sich inzwischen häufenden Beschwerden über die bisherige DSLVerfügbarkeit in Buchholz erkundigte ich mich am 07.10.2008 u. a. auch beim zuständigen Sachbearbeiter der Deutschen Telekom über den Stand des von der Deutschen Telekom für Buchholz - und auch für die anderen
Ortsbezirke aus dem Niederkirchspiel - bislang vorgesehenen DSLAusbauprogrammes.
4. Das Ergebnis meiner Recherche stellte ich am 12. 10. - und nachfolgend auch am 21.10.2008 detailliert und schriftlich - allen Mitgliedern des Ortsbeirates Buchholz, den Ortsvorstehern von Buchholz, Herschwiesen, Udenhausen und Oppenhausen zur Information - und natürlich auch Herrn Dr. Bersch zur weiteren Veranlassung zur Verfügung.
5. Über meine Informationen vom 12. bzw. vom 21.10.2008 erhielt Herr Bürgermeister Dr. Bersch im Übrigen auch nachweislich überhaupt erst Kenntnis davon, wer aktuell der zuständige Sachbearbeiter der Deutschen Telekom in der Frage des weiteren DSL-Ausbaus für die Telefonnetze in den Ortsbezirken des Niederkirchspiels der Stadt Boppard ist.
6. Mit der aktuell noch laufenden DSL-Umfrage in Buchholz soll, ganz allgemein gesehen, das Interesse der „Buchholzer“ an einem besser ausgebauten, breitbandgebundenen DSL-Netz in Buchholz ermittelt werden. Diese Information ist insbesondere im Hinblick auf die ggf. mit
der Telekom noch abzuschließende „Kooperationsvereinbarung“ – mit besonderem Bezug auf den Ortsbezirk Buchholz - auch aus Sicht der Stadt Boppard - absolut wichtig. In diesem Zusammenhang nehme ich ergänzend Bezug auf ein Schreiben von Landrat Bertram Fleck vom 23.01.2008 an alle Ortsvorsteher und Bürgermeister im Kreisgebiet. In diesem Schreiben werden u. a. Handlungsempfehlungen gegeben, die von den Gemeinden angewandt werden sollten, um die breitbandgebundene DSL-Versorgung im ländlichen Raum insgesamt zu verbessern. Die erste der darin beschriebenen Maßnahmen ist, zunächst zu ermitteln, wie hoch
das potentielle Interesse am Anschluss von DSL-Leitungen im jeweiligen Ortsbezirk ist. Da diese Erhebung von der Stadt Boppard für den Ortsbezirk Buchholz bislang aber noch nicht in Angriff genommen worden ist, führt aktuell die CDU-Fraktion aus dem Ortsbeirat von
Buchholz die entsprechende DSL-Umfrage in Buchholz durch.
7. Fakt ist weiterhin, dass selbst heute, am 11.11.2008, noch nicht abschließend geklärt werden konnte, mit welchen zusätzlichen Investitionskosten die Telekom zurzeit kalkulieren muss, um das gesamte Ortsnetz von Buchholz auch tatsächlich DSL-tauglich ausbauen zu
können. Die von Herrn Römer genannten 110.000 Euro haben mit den ergänzend (noch) erforderlich werdenden Ausbaukosten am Telefonnetz von Buchholz überhaupt nichts zu tun, und das weiß auch Herr Römer!
8. Daher ist noch immer nicht sichergestellt, dass Buchholz nun auch tatsächlich und endgültig mit einer breitbandgebunden DSL-Versorgung bestens versorgt werden wird, wie dies Herr Römer, mit Bezug auf die öffentlichen Äußerungen von Herrn Dr. Bersch, in seinem Leserbrief in der Rheinzeitung vom 11.11.2008 großspurig kundtut. Die Telekom wird den ergänzend erforderlich werdenden DSL-Ausbau in Buchholz mit großer Wahrscheinlichkeit aber nur dann auf eigene Rechnung durchführen, wenn sich die entsprechenden Investitionskosten für die Telekom auch amortisieren, andernfalls muss die Deckungslücke durch „Dritte“ (Bund, Land, Stadt) mitfinanziert werden; oder aber alles bleibt so wie es ist!
9. Schade, dass dem aktuellen SPD-Vorsitzendem aus dem Ortsverein Buchholz-Udenhausen zurzeit nicht Besseres einfällt, als die laufende DSL-Umfrage der CDU-Fraktion aus dem Ortsbeirat Buchholz in der von ihm dargelegten Form zu diskreditieren (- anstatt sich selbst aktiv an der Umfrage zu beteiligen) und über ihn abschließend auch noch der Versuch
des SPD-Ortsvereins Buchholz-Udenhausen gestartet wird, mich persönlich in aller Öffentlichkeit zu diffamieren.
Reimund Möcklinghoff
als Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsbeirat von Buchholz
sowie auch als stellvertretender Ortsvorsteher von Buchholz
und auch als Mitglied des Stadtrates der Stadt Boppard

DSL-Trittbrettfahrerei in Buchholz ist lächerlich

Ausgabe 46/08
Bürgermeister Walter Bersch hat vor Beginn des Kreiselbaus in einer gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthaus „Taccone“ in Buchholz am 18. September 2008 mitgeteilt, dass im Zuge der Baumaßnahme an der B327 von der Telekom Glasfaserleitungen verlegt werden ebenso wie mit der Erschließung des Geschäftszentrums „Im Hohenroth“ und mit der anschließenden Erschließung des Neubaugebietes „Casinostraße/Herrenstücke“, so dass Buchholz nun endlich vollständig mit DSL versorgt wird. Ein guter Verhandlungserfolg, wenn man weiß, dass die Telekom noch im Frühjahr 110.000 Euro von der Stadt Boppard hierfür verlangt hatte. Unmittelbar nach dieser Bürgerversammlung mischt sich Reimund Möcklinghoff in berüchtigter Weise in die Angelegenheit ein und erweckt in einem an alle Haushaltungen in Buchholz verteilten Flugblatt den Eindruck, dass die DSL-Versorgung von Buchholz noch nicht sicher sei und dass die Stadt doch noch einen Teil der Ausbaukosten tragen müsse, wenn sich nicht alle DSL-Interessenten bei den Mitgliedern der CDU-Ortsbeiratsfraktion anmelden würden. Diese Trittbrettfahrerei ist lächerlich und schadet der Verhandlungsführung von Bürgermeister Walter Bersch. 2006 wollte Norma in Buchholz einen Diskountmarkt eröffnen. Die CDU hat mit ihrem Geschäftsführer Reimund Möcklinghoff dieser Ansiedlung im Stadtrat nur unter der Bedingung zugestimmt, dass zuvor ein Einzelhandelsgutachten erstellt wird. Das Einzelhandelsgutachten wurde dann gemacht und Norma hat sich in Waldesch statt in Buchholz angesiedelt. Für Buchholz wäre vieles besser, wenn Reimund Möcklighoff sich nicht ständig in Angelegenheiten einmischen würde, für die er nicht zuständig ist und von denen er nichts versteht.
Michael Römer
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Buchholz-Udenhausen

Zum Rhein-Burgen-Wanderweg v. I. Orth

Ausgabe 15/08
Selten habe ich mich über einen derart dümmlichen Leserbrief so geärgert wie in der Ausgabe vom 2. April über den Rhein-Burgen-Wanderweg von Frau Inge Orth. Vielleicht sollte man die Wege für Frau Orth mit einer festen Teerdecke versehen, damit Sie und Ihr Hündchen keine nassen Füße bekommen. Ich bin diesen Weg schon des öfteren gegangen (mit offenen Augen) und kann nur sagen, dass dieser Weg super ist. Er ist natürlich und sollte auch so bleiben. Natur pur!!! Und außerdem spielte das Wetter wohl eine große Rolle, denn selten war es an Ostern so kühl und nass. Ich war an den Ostertagen ebenfalls unterwegs (auf den Hunsrückhöhen), da waren alle Waldwege ebenfalls verschlammt und dreckig und mit Pfützen übersät. Am Ostersonntag war ich auf der Loreley bei dem Ritterfest, wo alles voller Schlamm war. Also nochmals, egal wo man hingeht, wenn es viel regnet sind die meisten Wanderwege dreckig und verschlammt und das ist ganz normal. Gehen Sie den Weg einmal bei sonnigem Wetter, aber vielleicht ist es ja dann zu staubig!
Enno Mohr
Boppard

Rhein-Burgen-Wanderweg

Ausgabe 14/08
An Ostern bin ich den Rhein-Burgen-Wanderweg, Abschnitt Bad Salzig/ Weiler-St.Goar gewandert. Leider war der Zustand an verschiedenen Abschnitten des Weges erschreckend. Für einen prämierten Weg ist es eine Schande in welchem Zustand sich verschiedene Abschnitte befinden. Zerfurchte Wegstrecken bis zu 1 km lang, Matsch, Wasserlachen (da könnte man Frösche großziehen) teielweise mit abgeschnittenen Brombeerbüschen übersäht. Für meinen Hund war dieser Weg eine Tortur. Wenn es die Möglichkeit einer Rückfahrt mit dem Bus (Holzfeld, Rheinbay etc.) gegeben hätte, sofort wäre ich eingestiegen, aber die Verbindung sind genauso ein Graus wie die Wege. Auf dem gegenüberliegenden Rheinsteig ist mir dies nicht passiert. Eine Zumutung sondergleichen ist dieser Teil des Weges. Für Pfingsten habe ich mir den nächsten Teil des Weges (St. Goar bis Oberwesel) vorgenommen. Ich hoffe diesen Weg vielleicht in einem anderen Zustand vorzufinden. Eine Empfehlung an weitere Wanderfreunde kann ich diesem Weg nicht bescheinigen. Am Wetter kann es auch nicht liegen, da ich öfter bei Wind und Wetter unterwegs bin und auch Regen solche Pfützen –die Seen gleichen – mir noch nicht untergekommen sind. Vielleicht sollten die Verantwortlichen einmal in anderen Regionen lernen was ein Wanderweg ist. Diesen Brief habe ich auch an die Stadt Boppard gesandt.
Inge Orth
Mainz

Schließung des Dorfladens in Holzfeld

erschienen im Rhein Hunsrück Anzeiger am 12. März (Ausgabe 14/08)
Eigentlich ohne großes Erstaunen las ich die Information des Holzfelder Ortsvorstehers, Herr Müller, über die kurzfristig beabsichtigte Schließung des Dorfladens. Es dürfte sich doch wohl mittlerweile bis in den hintersten Winkel herumgesprochen haben, dass die Zeiten der so genannten „Tante Emma-Läden“ endgültig passé sind. Daher auch aus meiner Sicht absolut nachvollziehbare Entscheidung der Stiftung Bethesda Rheinwerkstätten zur Schließung des wahrscheinlich nur noch mit Subventionen haltbaren Dorfladens in Holzfeld. Schließlich muss doch heutzutage jeder Betrieb, auch und gerade eine gemeinnützige Stiftung, gewinnbringend operieren um auf Dauer Bestand zu haben. Ich selbst habe während meiner Aufenthalte im beschaulichen Holzfeld des Öfteren den Dorfladen aufgesucht um mich mit dem nötigsten ‚einzudecken’, konnte mich aber zu keiner Zeit dem Eindruck entziehen, dass der Laden – trotz engagierter Mitarbeiter – überwiegend für Notkäufe (das, was in den Supermärkten beim Einkaufen vergessen wurde) herhalten musste. Also stellte sich mir immer wieder die Frage nach der Wirtschaftlichkeit dieses Dorfladens. Wir leben nun heute mal in einer anderen Zeit. Man halte sich doch nur die ständigen Veränderungen bei den großen Lebensmittel-Discountern vor Augen (wer gehört zu wem, wer übernimmt wann wen, wer überlebt zum Schluss?). Und das sollte doch wohl auch Ortsvorsteher Müller mittlerweile verstanden haben. Hier hilft kein Wehklagen und Fragen nach was wäre wenn gewesen. Nein, hier muss man den Tatsachen und Gegebenheiten der heutigen Zeit real in die Augen schauen.
Manfred Schulz

„Rheinbayer sind von Boppard enttäuscht“

erschienen in der Rhein-Zeitung vom 19. März (RHA Ausgabe 13/08)
Die Überschrift müsste korrekterweise „Rheinbayer Ortsbeirat ist von Boppard enttäuscht“ lauten. Denn der Ortsbeirat hat mit einer Gegenstimme, entgegen dem Interesse der Anwohner, den besagten Beschluss gefasst, den gesamten Busverkehr durch den Ortsbezirk zu leiten. Die letzte Möglichkeit der Anwohner ihre Interessen zu wahren, war die Information des Stadtrates durch eine Unterschriftenaktion. Hiermit wurde der Stadtrat gebeten, den Beschluss des Ortsbeirates abzulehnen. Der Stadtrat ist dieser berechtigten Bitte einer Vielzahl von Anwohnern verantwortungsbewusst nachgekommen. Der Ortsbeirat sollte aus diesem Vorfall lernen und daran denken, dass er die Interessen des gesamten Ortsbezirkes vertritt. Bei einer überschaulichen Größe von Rheinbay sollte es ohne großen Aufwand möglich sein, sich vor solchen Beschlüssen einen Überblick über die Meinung der Anwohner zu verschaffen. Zu bedauern sind die einseitigen Informationen des Ortsvorstehers an die Mitarbeiterin der Rheinzeitung, die nicht darüber informiert wurde, dass der Stadtrat durch eine Unterschriftensammlung die berechtigten Interessen der Anwohner geschützt hat. Die Journalistin war ebenfalls enttäuscht über den Vorenthalt der Bürgerbefragung. Der bezogene Artikel wurde wohl seitens des Ortsvorstehers initiiert, um die „angekratzte Ehre“ des gekränkten Ortsbeirates zu retten. Solche Handlungen sind jedoch nicht die primäre Aufgabe eines solchen Gremiums. Für den Ortsbeirat müssen immer die Interessen der Gemeinde im Vordergrund stehen.
Dr. Helmut Hermann &
Günter Retzmann

Marienberg

Ausgabe 11/08
Immer wieder neu bin ich erschüttert, wenn ich in meiner Heimatstadt Boppard mit dem fortschreitenden Verfall des Marienbergs – der auch ohne Abrissgenehmigung bald nur noch eine Ruine sein wird - konfrontiert werde. Erschüttert aber auch, dass diese Ungeheurlichkeit offensichtlich so einfach hingenommen wird. Mein Vater Alfred Emmel hatte mir seinerzeit ins Posiealbum geschrieben: „Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.“ Und – das war da mitgemeint – um es an die nächste Generation wohlbehalten weiter zu geben. Jahrhundertelang haben Menschen am Rhein großartige Baudenkmäler geschaffen und erhalten und damit das Rheintal zu dem gemacht, was es heute ist. Wie mögen spätere Generationen über die heutige urteilen, die sie um ein solches Erbe betrogen hat? Hier in Münster soll die Abrissgenehmigung für ein altes Haus aufgrund des massiven Protestes aus der Bevölkerung noch einmal überprüft werden. Ob sich eine ähnliche Initiative auch in Boppard organisieren ließe?
Lydia Strzebniok
Münster

„Bahnlärm“

Ausgabe 10/08
Bahnlärm – wer schreibt, der bleibt
Es ist interessant zu beobachten, wie sich eine Partei nach der anderen, eine Orts-, Kreis- oder Landesgruppe nach der anderen, ein Kreis-, Landtags- oder Bundestagsabgeordneter nach dem anderen mit dem Thema Bahnlärm und dem, was die Initiativen so auf den Tisch bringen, zu beschäftigen scheinen. Die Botschaft ist immer die gleiche: Man betont, was man alles schon getan hat, bedauert, dass es nicht schneller gehen kann, und ist voller Hoffnung, dass es eines Tages besser wird. De facto passiert jedoch nichts, was wesentlich zur Lösung des Problems beiträgt, und das ist seit 30 Jahren so – und wird wohl auch in 30 Jahren noch so sein, wenn das Rheintal längst zu einem unbesiedelten Frachtkanal verkommen ist. Im Mittelpunkt der Diskussion steht eben nicht das Anliegen der Bürger, sondern man lobt sich gegenseitig für das Errungene und stellt wie selbstverständlich die Vorgaben des Staates als Maßstäbe in den Raum. Wo bleibt der Bürger, der, vom Herzinfarkt bedroht, sein Haus und seine Existenz verliert und demnächst wegziehen muss, weil es hier nicht mehr weiter geht? Wo bleiben die Firmen, die hundertmal am Tag den Hörer aus der Hand legen müssen, weil ohrenbetäubender Bahnlärm das Telefonieren unmöglich macht? Wo bleiben die Hoteliers, deren Gäste nach einer Nacht wieder abreisen, weil es nicht auszuhalten ist, hier zu übernachten? Wer spricht vom Welterbe und was man daraus machen könnte? Wer spricht von der Jobmaschine Tourismus, die hier am Rhein über den Stundentourismus nicht mehr hinaus kommt? Davon spricht keiner! Wenn eine Bank Milliarden mit Börsengeschäften verzockt, dann dauert es keine zwei Tage, bis die Politik einspringt. Wenn irgendein Politiker (meistens in Bayern) denkt, man sollte noch eine ICE-Trasse bauen, dann liegen die Milliarden dafür schnell auf dem Tisch. Aber hier am Mittelrhein, wo der Staat und die Bahn seit mehr als 30 Jahren gegen geltendes Umweltrecht verstoßen, was die Lärmpegel betrifft, indem sie sich auf die selbst gestalteten Ausnahmeregelungen berufen, da will man weiter klug schwätzen und nichts tun, getreu dem Motto: Wer schreibt, der bleibt! Es wird Zeit, dass die Bürger begreifen, dass ihre gewählten Interessen-Vertreter anscheinend wenig für sie tun können. Mit den Schulden, die unser Land hat, regieren längst andere Interessen und „Machthaber“. Darum sind die Bürger jetzt gefordert, sich selbst wieder einzubringen und für ihre Interessen einzutreten. Von allein passiert nichts, aber gemeinsam lässt sich alles erreichen!
Frank Groß, Boppard
Sprecher „Lions Pro Rheintal“

Schade – Stadt Boppard –Chance vertan

Ausgabe 07/08
Soll Stadion Buchenau Teil der Bundesgartenschau werden? Über Karneval gastierte die U- 21 Nationalmannschaft Deutschlands mit Matthias Sammer, Trainer Dieter Eilts und Co. in Boppard. Toll für die Fußballfans und für die Region, dass man Boppard und das Hotel Bellevue als Ort ausgesucht hatte. Schade aber, wie sich Bürgermeister und Stadt Boppard verhalten haben. Wie der öffentlichen Presse zu entnehmen war, durfte die U-21 Nationalmannschaft keine Trainingseinheiten im Bomag Stadion in Buchenau durchführen. Offizielle Begründung der Stadtverantwortlichen: Frost und Unbespielbarkeit des Stadions. Seltsam nur, dass in Nörtershausen die Platzverhältnisse deutlich besser als im klimaverwöhnten Boppard waren. Es häufen sich aber die Peinlichkeiten bei der Stadt Boppard im Bezug auf das Stadion. So zum Beispiel, als Mainz 05 Trainer Jürgen Klopp vor mehreren hundert Zuschauern sein versprochenes Training auf kleine E-Jugendtore durchführen musste, weil die normalen Fußballtore vom Bauhof der Stadt Boppard abgeschlossen waren. Und nun die Peinlichkeit mit der U 21 Nationalmannschaft. Ob der DFB noch einmal Boppard auswählen wird? Fraglich! Schade, dass die Stadt Boppard diese große Chance, auf sich, auf die Region und auf die schöne Sportstätte in Buchenau aufmerksam zu machen, leichtfertig vertan hat. Man muss als sportbegeisterter Bopparder befürchten, dass der teure Rasenplatz in Buchenau immer weniger genutzt wird, sich wie in der Vergangenheit die unterschiedlichsten Pflanzenkulturen und Pilzansiedlungen im Rasenplatz zeigen und das Stadion Buchenau in die Landes- oder Bundesgartenschau vielleicht miteinbezogen wird. Auch dies wäre eine Werbung für Boppard – aber das Stadion sollte eigentlich dem Sport vorbehalten sein.
Ilija Kozulovic
Boppard

Deutschland wird es mir nachsehen

Stellungnahme des Bürgermeisters
1
. Unser BOMAG-Stadion liegt leider in Buchenau in einem Nordhang, weshalb die Rasenfläche zwangsläufig weniger Sonnenstunden hat als beispielsweise der zur Südseite völlig offene Naturrasenplatz in Nörtershausen. Dass die Bespielbarkeit eines Naturrasens in Buchenau ein Dauerprpoblem ist, haben wir bereits früher gewusst, weshalb ursprünglich die Anlage nur eines Kunstrasenplatzes geplant war. Für echte Fußballfreunde ist der Kunstrasen jedoch immer schon nur 2. Wahl gewesen bin, weshalb wir die Buchenauer Lösung gefunden haben: Naturrasen mit Kunstrasen in der unmittelbaren Nachbarschaft als Ausweichmöglichkeit. Das hat mehr Geld gekostet, die Sportförderung war es uns wert. Die Platzverhältnisse in Buchenau sind auch dem Fußballverband bekannt. Sie haben sich in Boppard einquartiert, worüber wir uns sehr gefreut haben. Damit hatte ich aber auch plötzlich eine wichtige Entscheidung zu treffen: Das Training der Deutschen Nationalmannschaft am 2. und 3. Februar auf Naturrasen zu ermöglichen und eine Verlängerung der Regenationssperre um mindestens 6 Wochen hinzunehmen oder eine schnelle Bespielbarkeit zum Frühjahr für die SG Boppard zu ermöglichen. Ich habe mich für den einheimischen Fußball entschieden. Deutschland wird es mir nachsehen, die SG Boppard wird es mir danken.
2. Von dem Vorfall, wonach die Fußballtore im BOMAG-Stadion bei einem Training der Fußballmannschaft Mainz 05 abgeschlossen waren, weshalb Jugendtore benutzt werden mussten, höre ich jetzt zum ersten Mal. Wäre es damals tatsächlich ein Problem gewesen, hätte man sich an die Stadtverwaltung wenden können. Es ist allgemein bekannt, wie man den zuständigen Vorarbeiter oder den zuständigen Sachbearbeiter, den Geschäftsbereichsleiter oder den Bürgermeister erreichen kann. Ich glaube vielmehr, dass Jürgen Klopp in Boppard auch gerne mit Jugendtoren trainiert.
Wir machen in der Stadtverwaltung Boppard nicht immer alles hundertprozentig richtig, aber vieles sehr gut. Wir haben Ende des letzten Jahres die Bauarbeiten für den 3. Bauabschnitt ausgeschrieben. Bis September 2008 wird für 792.000 Euro das Umkleidegebäude saniert und umgebaut, die Tribüne saniert und am Kunstrasenplatz ein weiteres Funktionsgebäude errichtet. Das BOMAG-Stadion muss dann erst recht keinen Vergleich mehr scheuen.
Dr. Walter Bersch
Bürgermeister

„Spanner wieder in Boppard unterwegs“

Ausgabe 48/07
Es ist traurig, dass man diesem Typ, der mich persönlich vor einigen Jahren regelmäßig bespannt hat, nicht erwischen kann oder will. Er schaut auch nicht nur durchs Fenster, er bringt es auch fertig, ganz gezielt am Schlafzimmerfenster mit zu Hilfenahme von Streichhölzern den Rollladen hochzuschieben und damit zu fixieren um sich "genüsslich" die intimste Privatsphäre seines Opfers rein zu ziehen! Daraufhin war nachts die Kripo Boppard bei mir auf der Terrasse (Herr Laa, damals noch im Amt) und nahm Fußabdrücke des Spanners. Meine Anzeige damals wurde wegen Mangel an Beweisen eingestellt, obwohl ich Name und Adresse dieser kranken Person kenne und ich ihn auch immer wieder (leider nur fast) erwischt habe. Gott sei dank lebe ich mittlerweile außerhalb seines "Einzuggebietes" und dazu noch hoch genug um sicher sein zu können, dass ich als Opfer nicht mehr in Frage komme, aber das Schlimmste ist eigentlich, dass ich durch meinen Beruf auch noch mind.1-2 mal im Jahr das "Vergnügen" habe, ihn nett und freundlich behandeln zu müssen. Da die Anzeige fallen gelassen wurde habe ich NICHTS gegen ihn in der Hand!
Anonym

Zu „Lokführerstreik“

aus Ausgabe 47/07
Selbst "Bonsai-Gewerkschaften" haben ein grundgesetzlich garantiertes und geschütztes Streikrecht. Davon macht die GDL Gebrauch, sonst nichts.
Es wird auch niemand in Beugehaft genommen oder erpresst. Bei "Anne Will" hieß es, dass die deutschen Lokführer nicht im oberen sondern im unteren Bereich der europäischen Gehaltstabelle angesiedelt sind. U.a. Holländer, Franzosen, Schweizer usw. verdienen (netto, Amn.d.Red.) deutlich mehr.
Friedhelm Conrad, Boppard-Weiler

Schändung im Raum Boppard

Ausgabe 46/07
Hallo Mensch??? Was ist das für ein Gefühl wenn man einem toten, wehrlosen Menschen, speziell einem toten wehrlosen Kind- in diesem Falle meinem Sohn Nicolas etwas vom Grab stiehlt? Wie z.B. diverse Engel. Wie fühlt man sich dabei? Groß, stark, heldenhaft? Was denkt man wenn diese Figuren bei sich vor das Haus oder sonst wohin stellt? Gibt es nicht mehr so etwas wie Respekt oder gar Schuldgefühle? Wie erginge es Ihnen wenn sie an das Grab einer geliebten Person kämen und müssten sehen das etwas entwendet wurde, das keinen Materiellen, aber Idiellen Wert hatte und das sie mit Liebe hingestellt hatten. Ich kann Ihnen sagen wie man sich fühlt; traurig und es tut unsagbar weh. Man kann für diesen Menschen doch nichts mehr tun als ab und an mal eine Figur hinzustellen und sich um das Grab zu kümmern. Wie tief unten muss man sein, dass man nicht mal halt vor einem Toten macht? Im Namen aller die Ihre Kinder, Männer, Frauen, Großeltern oder sonst einen geliebten Menschen schon beerdigen mussten und denen nichts anderes bleibt als ab und an eine kleine Geste ihrer Liebe ans Grab zu bringen bitte ich Sie: Bitte bestehlen sie nicht länger Nicolas und andere. Verwüsten sie keine Gräber, haben sie ein bischen Taktgefühl und Herz für deren Familien und stören sie nicht ihre Ruhe. Es könnte auch sie mal treffen. Danke, Petra Gude, Mama von Nicolas Ramona

Zu „Wann endlich flüstert die Bahn“?

Bahnchef: Bald weniger Krach im UNESCO-Welterbetal.
Ausgabe 14/07
Der Eisenbahnlärm bleibt
Da gab es keinen Mangel an Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bei der Fachtagung zum Eisenbahnlärm in Bingen. Und mindestens zwei fundierte Erkenntnisse konnten die Teilnehmer der Konferenz mitnehmen:
1.:Die werbewirksam „Flüsterbremse“ genannte neue Bremstechnik an Güterwagen gibt es tatsächlich und
2.: eine Reduzierung des hohen, von den Schienen ausgehenden Lärmpegels wird nicht erreicht. Das liegt einerseits an der Zunahme des Güterverkehrs und andererseits auch daran, dass erkennbar nur ein Teil der in Europa verkehrenden Güterwagen mit Flüsterbremsen ausgerüstet werden wird. Die Zunahme des Güterverkehrs in Deutschland wurde von Bahnchef Mehdorn bei der Fachtagung mit 40 bis 60 % beziffert. Rein rechnerisch würde nach einem eventuellen Umbau der DB-Wagen nur jeder 6. Güterwagen in einem Güterzug weniger Lärm verursachen, als die fünf Wagen davor und danach. Die machen weiter den gleichen Lärm wie bisher. Auf die Frage, wie viel Lärmminderung die Bürger am Rhein zukünftig zu erwarten haben, antwortete Dr. Mehdorn, er hoffe, angesichts der zu erwartenden Mehrverkehre und nach Umbau der Güterwagen der DB AG den Lärmpegel auf dem heutigen Niveau halten zu können. Also keine Lärmreduzierung am Rhein! Mit einer ganz einfachen Maßnahme könnte der Gesetzgeber aber die Lärmminderung erreichen: Mit gesetzlich festgelegten Lärmhöchstwerten, die von den Bahnanlagen ausgehen dürfen. Die Bahn kann dabei selbst bestimmen, wie sie diese Vorgaben erreicht, zum Beispiel durch technische Veränderungen an den Wagen, an den Gleisen, durch gestaffelte Trassenpreise, Verlagerung von Güterzügen auf andere Strecken oder, oder, oder.... Solche Lärmhöchstwerte sind in allen Verkehrsbereichen selbstverständlich, im Luftverkehr, im Straßenverkehr und auch bei der Bahn, hier aber nur für Neu- und Ausbaustrecken. Allein es fehlen die Vorgaben des Gesetzgebers und offensichtlich auch der Wille dazu.
Klaus Thomas, Vorstand Bürger für Boppard.
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