Koblenz verwandelt sich im Zeichen der BUGA, die Seilbahn rückt immer näher. Foto: Eric.Fischer | rha
Verbindung von Berg- und Talstation ist geglückt Eric Fischer. Das Deutsche Eck und die Festung Ehrenbreitstein sind nun erstmalig in der Geschichte direkt miteinander verbunden: Bei teilweise dichtem Schneetreiben wurden am Samstagvormittag die ersten Seile der BUGA-Seilbahn per Schiff von der rechten auf die linke Rheinseite transportiert. Unter den Augen vieler Zuschauer am Konrad-Adenauer-Ufer zogen Monteure die beiden Seile dann mittels großer Winden langsam an der Stütze der Talstation in die Höhe und spannten sie über den Rhein. Nun hängen zwei Stahlseile freitragend zwischen den 850 Meter voneinander entfernten Stützen an Berg- und Talstation. Mithilfe dieser Vorseile werden in den nächsten Wochen immer dickere Seile gespannt, so dass im April die ersten Gondeln über dem Rhein hängen können. Während der Aktion waren für etwas mehr als drei Stunden der Rhein sowie der Leinpfad auf der rechten Rheinseite gesperrt.
Der Bürgermeister der Stadt Boppard, Dr. Walter Bersch, stellte Design Druck und Rhein-Hunsrück-Anzeiger Geschäftsführer Dieter Strödicke (re.) und RHA-Redakteur Eric Fischer die monte mare Pläne vor. Foto: Danny Ebert | rha
Der Bürgermeister der Stadt Boppard im großen Römertherme-Interview: »Boppard kann auf das bisherige Schwimmbadangebot nicht verzichten und die Römertherme ist die wirtschaftlichste Lösung hierzu.«Eric Fischer. Am Sonntag, 14. März stimmen die Bürger über die Römertherme ab. In den vergangenen Wochen hat es hierzu heftige Diskussionen gegeben. Unsere Redaktion wurde in den letzten Wochen zu diesem Thema regelmäßig kontaktiert. Die Meinungen gingen von: Kann sich Boppard das Bad überhaupt leisten? Da blickt keiner mehr durch, bis hin zu „Super Angebot“ Schwimmen wie bisher und Attraktion für den Tourismus. Und wen sollte man besser dazu befragen, als den, der die meisten Diskussionen in dieser Angelegenheit führen muss, der Bürgermeister der Stadt Boppard, Dr. Walter Bersch. Er stand dem RHA Rede und Antwort. Lesen Sie hier das große Römertherme-Interview.
RHA: Herr Dr. Walter Bersch, warum die Römertherme Boppard jetzt? Dr. Bersch:2008 haben wir das alte Freibad (Baujahr 1962) für immer geschlossen. Zum Frühjahr 2010 werden wir das Hallenbad (Baujahr 1973) für immer schließen, weil es nicht mehr geht. Die Neuinvestition ist überfällig und eigentlich bereits seit April 2008 mit Erbohrung und Erschließung der Thermalquelle im Gange. Wir haben bereits mehr als 3,5 Mio. € ausgegeben. Die Landesregierung gibt uns einen Zuschuss in Höhe von 3 Mio. €, der allerdings bis Ostern 2010 abgerufen werden muss. Boppard braucht auch in Zukunft ein Bad. In den Standards dürfen wir hinter das Bisherige nicht zurückfallen. Die Römertherme ist die sogenannte Planvariante V, die die beste und wirtschaftlichste Lösung für die Zukunft darstellt. Wenn wir jetzt anfangen, dann können wir nach Schließung des Hallenbades und entsprechender Bauzeit im Herbst 2011 die Römertherme eröffnen. Wir sollten in Boppard die Zeit ohne Bad so kurz wie möglich halten.
RHA: In den letzten Wochen wurden die Bürger mit einer Zahlenflut zu den Kosten überwältigt. Wer kann da noch durchblicken? Dr. Bersch:Der Durchblick ist schwierig, weil es sich um einen Blick in die Zukunft handelt. Es sind nur Prognosen, weil niemand die Zukunft exakt voraussagen kann. Je nach Betrachtungswinkel kommt man dann zwangsläufig zu unterschiedlichen Zahlen, die allerdings in einer Hinsicht so unterschiedlich nicht sind, wenn es um die Frage geht, ob die zukünftige finanzielle Belastung für die Stadt Boppard größer, gleich oder sogar kleiner als bisher sein wird In den letzten 10 Jahren hat das Schwimmbad im Jahresdurchschnitt einschließlich Abschreibung ein Defizit von 640.000 € im Haushalt der Stadt Boppard eingefahren. Rechne ich die unterlassene Instandsetzung hinzu, so komme ich auf einen Gesamtbetrag von rd. 750.000 €. Allein die laufenden Einnahmen und Ausgaben haben im Jahr 2009 ein Minus von rd. 485.000 € hervorgebracht. Die Einnahmen in Höhe von rd. 56.179 € haben noch nicht einmal ausgereicht, um beim RWE die Stromkosten in Höhe von 62.261 € zu bezahlen, geschweige denn die sonstigen laufenden Kosten. Durch die Auslagerung des Badbetriebes in eine eigenständige GmbH mit der Stadt als Mehrheitsgesellschafter wird der städtische Haushalt finanziell zukünftig weniger belastet als bisher. Das ist das eindeutige Resultat der Untersuchungen der von uns beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Dienst & Martini sowie der Mittelrheinischen Treuhand. Auch die Stellungnahme des Bundesfachverbandes Öffentliche Bäder bescheinigt gute Zahlen für die Römertherme Boppard.
RHA: Was würde eine Generalsanierung des Hallen- und Freibades kosten und welche Auswirkungen hätte das auf den laufenden Betrieb? Dr. Bersch:Diese Frage haben wir bereits im Rahmen einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2006 untersucht. Die komplette Erneuerung des Hallenbades wurde damals mit 2,7 Mio. € und die Erneuerung des Freibades mit Kosten von 1,9 Mio. €, insgesamt also 4,6 Mio. €, veranschlagt. Zwischenzeitlich dürfte dies etwas teurer sein, da gerade in den letzten Jahren die Stahlpreise gestiegen sind. Würden wir eine solche Investition in Boppard durchführen, würde sich die Ausgabenseite beträchtlich verändern, während bei der Einnahmenseite kaum Veränderungen zu erzielen sind. Ich habe nach einer Bestandssanierung Kosteneinsparungen durch einen effizienteren Energieeinsatz und sparsameren Wasserverbrauch. Diese Kosteneinsparung deckt aber bei Weitem nicht den Kapitaldienst für die Bestandssanierung ab. Da die Einnahmeseite sich kaum verändert - es kommen kaum zusätzliche Badegäste, wenn wir sagen können: Bei uns funktioniert die Belüftungsanlage - steigt bei nur geringfügiger Einnahmensteigerung das jährliche Defizit auf etwa 900.000 € an. Wir haben 2 konkrete Bespiele von durchgeführten Bestandssanierungen ganz in der Nähe. In Rheinböllen ist nach erfolgter Sanierung das Defizit gestiegen. In Mayen geht es sogar in Richtung 1-Millionen-Grenze. Das können wir nicht wollen. Eine Steigerung der Ausgabenseite ist unvermeidbar, dann muss aber gleichzeitig auch die Einnahmenseite positiv verändert werden. RHA: In diesen Tagen hat das enorme Defizit der Deichwelle in Neuwied von sich Reden gemacht. Hier ist neu investiert worden und trotzdem sind jetzt die Kosten aus dem Ruder gelaufen. Ist das nicht ein abschreckendes Beispiel für die Römertherme in Boppard? Dr. Bersch:Nein. In Neuwied sind bereits bei der Konzeptionierung und der anschließenden Bauausführung vermeidbare Fehler passiert. In Neuwied handelt es sich um ein kommunales Bad. Bei uns als Stadt kann man auch nicht ausschließen, dass ebenfalls vermeidbare Fehler gemacht werden. Bau und Betrieb eines Schwimmbades gehören zweifellos nicht zur Kernkompetenz einer Kommune. Deshalb ist es wichtig, einen kompetenten Partner zur Seite zu haben, wie das mit monte mare der Fall ist. Dem negativen Beispiel der Deichwelle in Neuwied steht das positive Beispiel der Rheinwelle bei Gau-Algesheim entgegen. Für dieses Bad wurden ursprünglich 300.000 Badegäste und 45.000 Saunagäste prognostiziert. Im letzten Jahr hat die Rheinwelle 371.0000 Schwimmbadbesucher und 76.000 Saunagäste gezählt. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Gastronomieumsätzen decken nicht nur die laufenden Kosten, sondern erwirtschaften auch die erforderliche Rücklage für Instandsetzung und Werterhaltung. Wenn man das richtige Konzept hat klappt es. Die Römertherme ist sehr gut konzeptioniert und ein vergleichbarer Erfolg wie bei der Rheinwelle ist daher auch in Boppard möglich.
RHA: Bei der angestrebten Lösung der Römertherme soll die Stadt Boppard Mehrheitsgesellschafter (51 %) sein und über die von dem Landeszuschuss nicht abgedeckte Investitionssumme in Höhe von 14,5 Mio. € eine Bürgschaft abgeben. Ist das nicht eine einseitige Risikoverteilung? Dr. Bersch:Das Risiko ist die eine Seite. Die andere Seite ist, und das wird in der Diskussion oft vergessen, dass die Stadt Boppard alleiniger Eigentümer der Römertherme sein wird. Das darf doch nicht übersehen werden. Wenn die Römertherme gebaut wird und sich als Flop herausstellen würde, dann hätte die Stadt Boppard das Nachsehen. Das ist richtig. Über welches Risiko reden wir aber hierbei? Wir bauen die Römertherme an einem guten Standort, der touristisch jetzt schon sehr stark belegt ist und darüber hinaus noch enorme Entwicklungspotentiale hat. Es ist nicht ernsthaft davon auszugehen, dass eine bestimmte Mindestgröße von Besucherzahlen in Boppard unterschritten wird. Deswegen ist dieses Risiko nicht real. Andererseits muss man aber auch sehen, dass die Stadt Boppard alleinige Eigentümerin der Immobilie bleibt. Unser Vermögen wird langfristig gemehrt und nicht das von monte mare. Stadt Boppard und der Mitgesellschafter monte mare werden gemeinsam daran arbeiten, dass der theoretisch mögliche Flop tatsächlich nicht eintritt. Die Stadt Boppard will das deshalb nicht, damit ihr Vermögen auch in Zukunft wirtschaftlich eingesetzt wird, monte mare, damit ihr Renommee als erfolgreiche Bäderbetriebsgesellschaft und starker kommunaler Kooperationspartner nicht beschädigt wird. Die Beschädigung dieses Renommees hätte für monte mare auch finanzielle Nachteile. Unabhängig hiervon ist darauf hinzuweisen, dass monte mare bereit ist, sich in der Gesellschaft mit einem 7stelligen Betrag einzubringen. Insofern ist monte mare sehr wohl am Risiko beteiligt.
RHA: Was kommt denn tatsächlich auf die Stadt Boppard in den zukünftigen Jahren zu? Wie sieht die rechtliche Konstruktion für die Römertherme Boppard aus? Dr. Bersch:Die Stadt Boppard und monte mare gründen gemeinsam die Römertherme GmbH und schließen einen festen Gesellschaftsvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren ab. Diese Gesellschaft pachtet im Rahmen eines Erbpachtvertrages das städtische Grundstück in Buchenau ebenfalls für eine Laufzeit von 30 Jahren und baut auf diesem Grundstück die Römertherme. Einschließlich der bereits ausgebauten Thermalquelle kostet die gesamte Investition 17,6 Mio. €. Die Landeszuwendung in Höhe von 3 Mio. € sowie ein weiterer zu erwartender Zuschuss für die Bachrenaturierung des Mittelbaches fließen in die Gesellschaft. Der fehlende Betrag von rd. 14,5 Mio. € wird über Kredite finanziert, die zurzeit sehr günstig angeboten werden. Der Kapitaldienst wird von der Gesellschaft getragen. Wegen der voraussichtlich sehr geringen Eigenkapitalquote der Gesellschaft wird die Stadt eine Patronatserklärung abgeben. Darüber hinaus verpflichtet sich die Stadt, den jährlichen Fehlbetrag auszugleichen. Hierbei ist davon auszugehen, dass der jährliche Zuschuss der Stadt an die Römertherme GmbH geringer sein wird, als das bisherige Defizit im städtischen Haushalt. Hierbei ist das Schulschwimmen ebenso gewährleistet wie das Vereinsschwimmen. Dabei muss man wissen, dass im Saunabereich tatsächlich Geld verdient wird. Mit diesen Gewinnen wird der defizitäre Schwimmbereich quersubventioniert. Das heißt: Ohne Wellness wäre der Schwimmbadbetrieb für die Stadt Boppard wesentlich teurer. RHA: Kann sich die Stadt Boppard ansgesichts der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Lage auf Dauer einen solchen jährlichen Zuschuss überhaupt leisten? Dr. Bersch: Diese Frage ist vor allem angesichts der Weltwirtschaftskrise berechtigt. Das abgelaufene Jahr 2009 hat sich nicht nur als das Katastrophenjahr in der 34-jährigen Geschichte der Stadt Boppard, sondern auch als einzigartig in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland herausgestellt. In 2009 konnten wir uns allein im Schwimmbadbereich bei den laufenden Einnahmen und Ausgaben ein Minus von 485.000 € leisten. Hieraus kann man folgern, dass wir uns dann in den künftigen Jahren erst Recht einen deutlich geringeren Zuschuss leisten können. Man muss auch die sonstigen Effekte berücksichtigen. Die Römertherme wird rd. 40 Arbeitsplätze schaffen. Sie wird enorme Wirtschaftskraft nach Boppard und insbesondere den Fremdenverkehr sehr stark nach vorne bringen. Diese positiven Effekte werden wir am Ende auch durch verbesserte Steuereinnahmen in der Stadtkasse spüren. Dann können wir es uns erst recht leisten.
RHA: Was hätte ein Scheitern des Bürgerentscheides für Folgen? Dr. Bersch: Wir würden auf einen Schlag 3 Mio. € Landeszuschuss verlieren. Seit meinem Amtsantritt im Jahre 1997 habe ich mich um diesen Zuschuss bemüht, weil ich immer die Auffassung vertreten habe, dass wir es aus alleiniger Kraft nur schwer schaffen können. Wenn wir diese bis Ostern 2010 bestehende Chance verpassen, müssen wir wieder viele, viele Jahre warten, vielleicht sogar bis zum St. Nimmerleinstag. Auch eine rein städtische Lösung sehe ich mittelfristig nicht, so dass an der GmbH-Lösung kein Weg vorbei führt. Es geht nicht ohne Kreditfinanzierung und noch nie waren die Bedingungen so günstig wie heute. Abwarten ist da absolutes Gift. In der Römerthermekonzeption ist die Errichtung eines Freibades vorgesehen, das in seiner Dimension mit dem bisherigen Freibad vergleichbar ist. Die Investitionskosten hierfür machen knapp 3,1 Mio. € aus. Dieser Hinweis macht deutlich, dass allein die Verzögerung über Ostern 2010 hinaus uns so viel kostet, wie etwa die Aufgabe des Freibades. Das kann nicht vernünftig sein.
RHA:Eine Prognose an Sie, wie wird der Bürgerentscheid am 14. März 2010 ausgehen? Dr. Bersch: Der große Erfolg der Bürgerinitiative ist überraschend. In gerade mal 4 Wochen wurden 2.878 gültige und geprüfte Unterschriften gesammelt. Mein Eindruck ist, dass die Bürgerinnen und Bürger die Problemlage erkannt haben. Wer an Boppard glaubt, der stimmt für die Römertherme. Damit können unsere Kinder auch in Zukunft unter guten Bedingungen schwimmen lernen. Das wird nicht nur der Weiterentwicklung des Fremdenverkehrs, sondern auch der Lösung des Großproblems Kloster Marienberg, das in unmittelbarer Nähe liegt, helfen. Da bin ich ganz zuversichtlich. Trotzdem gilt die alte Regel: Stimmungen sind keine Stimmen. Es zählen nur die am 14. März oder zuvor per Briefwahl abgegebenen Stimmen. Mindestens 3.792 Bürgerinnen und Bürger müssen mit „Ja“ stimmen. Es kommt also auf jede Stimme an.
Das Interview führte RHA-Redakteur Eric Fischer. Auch Ihre Meinung zur Römertherme interessiert uns und ist uns wichtig. Mailen Sie uns Ihre Meinung kurz und knackig, die Antworten werden wir je nach Umfang im nächsten RHA oder im Internet unter www.rha.de/Interview Römertherme veröffentlicht.
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Kommentare (2)
von: Peter Carlsson | 04.02.2010 11:50 Uhr
Es ist angenehm, aus berufenem Munde (Herr Bersch), die wahren Hintergründe zum Bürgerentscheid mitgeteilt zu bekommen. Dass Herr Bersch ein persönliches Interesse an dem Römerbad hat, ist sicherlich legitim, und ich schätze seine Risikobereitschaft. Ob er das notwendige Augenmaß hat, wird nur die Zukunft beweisen. Dass bisher aber nur der Herr Bersch, zur Klärung der Situation, gefragt wird, ist voreingenommen. Ich gehe davon aus, dass die Gegenstimme zu diesem Projekt die gleiche Aufmerksamkeit erfährt, ansonsten zeigt es wieder einmal, dass die Politiker ihre Macht schamlos und selbstverständlich in vollem Umfang einsetzt. Die Behauptung, dass Herr Bersch der beste Wissensträger ist, hat einen schalen Geschmack. Sicherlich kennt auch er all die Strategien, die bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt wurden, mit Rückfallposition usw. Ich hoffe nur, dass hier kein zweiter Nürburgring entsteht, denn das haben die Bürger nicht verdient. Hier wurden wichtige Kenntnisse erst später, scheibchenweise, bekannt. Nun will ich dem Herrn Bersch diese Absicht nicht unterstellen! Wieso hört und liest man so wenig über die Aufklärung und Information der Bürger zu diesem Thema? Wird hier auch nach dem Schema ?Vom schönen Schein der Demokratie? gehandelt. Wenn 50% der Bürger dieses Buch lesen und verstehen würden, hätten wir eine andere, bessere Politik. Wenn die Politik wirklich mündige Bürger wollte, dann würde diese Politik auch den Bürger umfangreich informieren; wie es besonders bei der Landtags- als auch bei der Bundestagswahl der Fall ist. Aber auch hier wieder aus eigenem Interesse.
Wieso nicht hier??
von: Karl Wiesinger | 04.02.2010 11:49 Uhr
Will man in Boppard ein Schwimmbad, ist die Römertherme alternativlos. Natürlich darf man da- und gegen alles sein. Auch dagegen, dass morgen die Sonne wieder scheint. Sie tuts aber trotzdem. Hoffentlich auch am 14.03.2010. Denn an Regentagen ist die Wahlbeteiligung gering. Das wäre dann ein Regen, der in Boppard noch lange salzig schmeckt. Vielleicht zum Wohlgefallen der Stadtratsmitglieder aus Bad Salzig? Der Stadtrat hat seine Gestaltungsfähigkeit verloren. Nun muss der Bürger richten, was die gewählten Repräsentativvertreter nicht zu regeln vermochten. Das Ratsmandat ist ein Ehrenamt. Ob es eine Ehre ist, dieses Amt wahrzunehmen oder ob es -wie es der ein oder andere Amtsträger zu meinen scheint- darum geht, sich Ehren zu lassen, auch dass entscheiden die Bopparder Bürger am 14.03.2010.
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